Der Isenheimer Altar

Fiche de cours et vocabulaire principal pour répondre aux questions sur le symbolisme du retable.

(Laurence Fritsch avec l’aide de Monique Boulanger, 2008)

 

Was ist der Isenheimer Altar?

Er ist ein Wandelaltar (oder Flügelaltar) mit drei Schauseiten.

Ein Triptychon ist ein Malerei- oder Skulpturwerk, das aus einem zentralen festen Schild und aus zwei beweglichen Seitenplatten zusammengestellt ist.

Ein Flügelaltar ist ein Diptychon (zweiteiliges Werk), ein Triptychon oder ein vielteiliges Werk, das sich in einer Kirche als Dekoration über einen Altar erhebt. Die Flügel sind schwenkbar.

Der Isenheimer Altar des Antoniterklosters in Issenheim (heute in Colmar) ist ein Hauptwerk deutscher Malerei. Er wurde vermutlich in den Jahren 1506 bis 1515 von Grünewald geschaffen.

 

Wer hat ihn gemalt und geschnitzelt?

Matthias Grünewald (um 1480 geboren, 1528 gestorben) hat ihn gemalt.

Mathis Nithart, sogennnant Grünewald,  hat seine Lehrzeit zwischen dem zehnten und dem vierzehnten Lebensjahr begonnen. Wie jeder Handwerkgeselle ist er auf Wanderschaft gegangen. Er mag in die Kunstzentren der Niederlande (Gent, Brügge und Antwerpen) für seine Fortbildung gegangen sein.

Die Skulpturen und das Schnitzwerk stammen vermutlich von Niklaus von Hagenau.

 

Warum wollen wir diesen Hochaltar studieren? Welches ist seine Originalität (Eigentümlichkeit)?

Er zeigt die Entwicklung einer Malerei, die von der mittelalterlichen Welt und deren Glauben zu einer neuzeitlichen Ikonologie und Ausdrucksweise führt.

 

Wozu dienten die Kunstwerke im Mittelalter?

Die Kunstwerke waren im wesentlichen religiös, weil die Kirche in Westeuropa allmächtig war. Aber die Mehrheit der Leute konnten weder lesen noch schreiben. Durch die Kunstwerke gab die Kirche ihre geistliche Botschaft weiter. Hochaltäre, Kapitelle und Tympanonen unterrichteten die Gläubigen.

 

Wer hat diesen Hochaltar bestellt und wofür?

Der Präzeptor des Antonitenklosters zu Isenheim bei  Colmar, Guido Guersi, hat ihn bestellt. Er ist der Auftraggeber.

 

Der Orden der Antoniter war ein Bettelorden, der pflegte die Kranken in Pestzeiten wie bei dem „Schwarzen Tod“ (la Peste Noire), und besonders dem „Heiligen Feuer“ oder „Antoniusfeuer“ (le „mal des ardents“). Es handelte sich um eine Vergiftung mit einem winzigen Pilz, dem Mutterkorn. Diese Krankheit löste stark brennende Schmerzen aus, die von den Extremitäten kamen und die durch Gefässkonstriktion abzusterben wurden

 

Das Antoniterkloster in Isenheim im Elsass lag an der alten Römerstraße Main-Basel, die von Pilgern sowohl auf ihrer Wallfahrt nach Santiago de Compostela als nach Rom genutzt wurde. Der Isenheimer Altar war für die Kapelle des Spitals bestimmt.

Die Mönche hofften, dass diese Malerei Wunder machen würde. Wirklich dachten sie, dass diejenigen, die sie betrachten würden, sich mit den dargestellten Figuren identifizieren und dann wieder gesund sein würden.

 

 

Zum Sehen: DVD video von joerg-sieger.de

Die Isenheimer Antoniter-Präzeptorei: Rekonstruktion der nicht mehr vorhandenen Anlage.

Notwendige Vokabeln, um das rekonstruierte Gebäude zu beschreiben

Der Lettner (jubé) teilt die Kirche in zwei: das Schiff (la nef) und der Chor, wo die Domherren (oder Chorherren) sich befinden. Sie sind die einzigen, die den Flügelaltar direkt und ganz sehen.

Auf den Altären sieht man Leuchter mit Kerzen. Das Gebaüde ist im gotischen Stil gebaut: man sieht die Spitzbogen in den Gewölben und die Schluβsteine:

- Veronika, die das Leichentuch Jesu hält.

- Jesus als „der Gute Hirte“ (Bon Pasteur) der seinen Hammelherd überwacht.

- Die Taube des Heiligen Geistes.

Man sieht die bunten Kirchenfenster, die sehr hoch und eng sind.

Die Predella  ermöglicht, auf dem Altar die Gegenstände der Verehrung zurückzulassen.

Draußen sieht man den Brunnen und die Wohngebäude.

 

Wie benutzt man den Hochaltar?

Die Flügel des Hochaltars wurden im Ablauf des liturgischen Kirchejahres geöffnet.

Während der Advents- und Fastenzeit war der Altar geschlossen : zu sehen war dann die Kreuzigungstafel, die von den Heiligen Antonius und Sebastian flankiert ist, und die Predella mit der Grablegung Christi (oder Beweinung Christi)

Während der festlichen Weihnachtszeit war die zweite Schauseite entdeckt, um daran zu erinnern, dass der freudigen Geburt der Kreuzestod folgen wird. Die Predella war auch dann zu sehen, aber die zwei Heiligenbilder waren verdeckt. Pilger sahen das Engelskonzert und die Menschswerdung Christi an. Flankiert werden sie von der Verkündigung und von der Auferstehung, die beide ikonographisch ungewöhnlich sind.

Nur am 17. Januar, dem Namensfest des Heiligen Antonius, wurde die dritte Schauseite aufgeschlagen. So wird der Kern des Wandelaltars freigelegt mit den Schnitzplastiken und dem Schrein.

 

 

Welche sind die bemerkenswerten geistigen Botschaften des Isenheimer Hochaltars?

 

Die erste Schauseite

Mit einer Höhe von 269 Zentimetern und einer Breite von 307 Zentimetern ist die Kreuzigungstafel die größte Kreuzigung, die in der europäischen Malerei geschaffen wurde.

Leicht nach rechts versetzt dominiert das Kreuz die mittlere Tafel; das Querholz des Kreuzes ist leicht gebogen und setzt sich ellipsenförmig in den beiden Heiligenfiguren rechts und links fort. Die Gegenbewegung zur oberen Ellipse bildet in der Predella der Leichnam Christi, dessen Oberkörper von Johannes leicht angehoben wird. Diese versteckte Ellipse schlägt die Spirale des Lebens vor: Geburt, Tod und Wiederaufleben. Sie ist im Bild der Kreuzigung unterdrückt wie einem unterschwelligen Bild.

Jesus Christus Der Körper von Jesus Christus ist zusehr verlängert. Der ungewöhnlich große Nagel, der die Füße am Kreuz befestigt, zerreißt das Fleisch des Spanns, Blut tropft von dem Fuβ auf das Kreuz hinab. Der Kopf Jesu ist von einer ungewöhnlich großen Dornenkrone gekrönt und voller Blut und Wunden. Die Lippen sind blau angelaufen; Zunge und Zähne sind sichtbar. Stacheln stecken im Oberkörper und in den Armen als Hinweis auf die  Geißelung. Die grausame, detailgetreue Darstellung der Leiden war bewusstes Bildprogramm. Es sollte zur „Compassio“, zum Mitleiden, auffordern.

Maria ist ohnmächtig zusammengebrochen, und bildet mit ihrem abgeknickten Oberkörper eine Parallele zu den ausgestreckten Armen Jesu. Sie trägt eine weiβe Haube.

Die Augen der Heiligen Maria sind geschlossen. Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass sie ursprünglich ihren Blick auf ihren toten Sohn richtete. Unter den Augenlidern sind noch heute die gemalten Augäpfel samt Iris und Pupillen zu sehen

 

Maria Magdalena ist mit einem für sie typischen Attribut, dem Salbgefäß, dargestellt. Maria Magdalena hat Salbe auf den Kopf Jesu gegossen. Auf diesem Salbgefäß ist die Zahl 1515 zu erkennen, weshalb dies als Entstehungszeitpunkt des Altares gilt.

 

Nach der biblischen Überlieferung war Johannes der Täufer zum Zeitpunkt des Kreuzestodes Christi bereits tot. Dargestellt ist er hier als Wegbereiter Christi. Er weist mit dem Zeigefinger auf den toten Christus und hinter ihm ist eine Inschrift zu sehen. Dort steht: Illum opportet crescere me autem minui. Es ist eine Stelle aus dem Johannes-Evangelium (3.30), die übersetzt lautet: Jenem gebührt zu wachsen, mir aber, kleiner zu werden. Der Kunsthistoriker Ewald Maria Vetter hat diese Botschaft im Augustinus gefunden: den Tag der Geburt Christi ist der dunkelste Tag des Jahres, nach dem das Licht wächst. Als der Feiertag Johannes des Täufers gilt dagegen der 24. Juni: es ist ein Zeitpunkt, zu dem das Licht des Tages wieder abnimmt. Es gibt zwei Johannes für zwei Sonnenwenden.

Standflügel

Sebastian war Offizier der kaiserlichen Leibwache im Dienste des römischen Kaisers Diokletian. Er war wegen seines christlichen Glaubens ins Gefängnis geworfen. Er bekehrte viele Römer zum Christentum.

 

Als Patron des Ordens war die Wahl des Antonius für einen der Seitenflügel deutlich. Er trägt hier einen karmesinroten Mantel, und in seiner Hand einen Stab, den ein Tau-Kreuz krönt. Er lebte von 251 bis zum 356. Meistens ist er mit einem Schwein dargestellt, weil das Tier im Mittelalter sehr häufig war: das war die Grundnahrung.

 

Beide Figuren wendeten sich der Kreuzigung zu.

 

Die beiden Schilder entsprechen sich:

 

Die Pfeiler wirkten wie eine Einrahmung der Mitteltafel.

Die zwei Säulen weisen auf die Säulen „Boas“ und „Jachin“ im Salomonischen Tempel hin.

] Hinter Antonius verweist die Säule auf „Boas“, die als Baum der Erkenntnis gilt und somit ein Zeichen der Weisheit ist.

] Bei Sebastian weist die Säule mit dem Renaissance-Kapitell auf „Jachin“, die den Lebensbaum symbolisiert.

 

Die Fenster stehen im Kontrast zueinander.

Rechts hinter Antonius ist ein kleiner, weiblicher Teufel (als eine Ziege mit Hörnern dargestellt) zu sehen, der die Fensterscheibe zerbricht, um ins Zimmer einzutreten. Es ist eine Anspielung auf die Versuchung des heiligen Antonius. Zwei Engel krönen den heiligen Sebastian mit einem Nimbus.

 

 

Die beiden Personen stehen jeweils auf einem steinernen Sockel, um den sich Pflanzen ranken.

 

Die zweite Schauseite

 

Die Verkündigung

„Siehe, eine Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären, und wird dessen Namen Emanuel nennen. Butter und Honig wird er essen, dass er Böses und Gutes zu unterscheiden wisse

Dies ist der Text, den das vor Maria liegende aufgeschlagene Buch zeigt, und auch der Prophet Jesaja selbst, der in der oberen linken Bildecke dargestellt ist, hält ein Buch mit dieser Textstelle.  Die Wurzel zieht sich in das Gewölbe der Kirche, wo die Szene geschieht. Sie symbolisiert die sogenannte „Wurzel Jesse“

Der Erzengel Gabriel trägt eine Madonnenlilie, die als Symbol der Jungfräulichkeit dargestellt wird.

Von einer Taube als Symbol des Heiligen Geistes geht ein Strahl zum Ohr Marias.

 

Das ungewöhnliche Engelskonzert

Gezeigt werden Engel, die sich offenbar in einem Tempel zusammengefunden haben, für die Madonna aufzuspielen. Diese erscheint auf der Mitteltafel zweimal. Der Blick des Betrachters fällt zuerst auf die Madonna, die auf der rechten Seite in einer Landschaft sitzt und ihr Kind anlächelt, das ihr den Rosenkranz entgegenhält.

 

Im Tempel ist die Madonna, als Himmelskönigin mit Nimbus dargestellt ein zweites Mal zu sehen. Hier ist sie wesentlich kleiner gemalt, vom Licht umfangen und mit einer Krone gekrönt.

Grünewald hat seine Engel sowohl mit männlichen als auch weiblichen Gesichtszügen ausgestattet. Michelangelo stellte beispielsweise seine Engel überwiegend männlich dar. Bei Albrecht Dürer oder Tizian glichen sie jungen Mädchen. Einige der Engel haben eine Gloriole, die ihren nicht-materiellen Charakter als Engel andeuten. Rot dargestellt sind die Seraphim, die Cherubim (Engels) dagegen werden blau gemalt. Sie sind nicht nur im Tempel zu sehen. Über der Landschaft auf der rechten Seite der Tafel schweben gleichfalls ein roter und ein blauer Engel.

 

Profane Alltagsdinge zu Füβen der Madonna als Hinweis auf die Menschwerdung Christi, aber das Nachtgeschirr und der Hölzbottich können als Symbole der Taufe gesehen werden.

Die Madonna auf der rechten Seite sitzt in einem Hortus conclusus, angedeutet durch das verschlossene Tor auf der linken Seite.

Dort steht auch ein Feigenbaum, der symbolisch auf die Kirche anspielt.

Rechts von ihr befindet sich eine rot blühende Rose. Die Rose ohne Dorne ist eines der allegorischen Bilder der Maria. Im Hintergrund der Landschaft sind zwei Hirten zu sehen, denen ein Engel die Geburt Christi in Bethlehem verkündet. Abwesend dagegen sind Joseph, der Ochse und der Esel, die häufig auf Weihnachtstafeln zu sehen sind.

Ungewöhnlich sind an den Engeln auch, dass sie musizieren und welche Instrumente sie spielen. Im kirchlichen Alltag spielte zu den Lebzeiten von Grünewald Musik noch keine große Rolle. Die Orgeln waren noch klein und meistens tragbar. Streichinstrumente dagegen spielten in der kirchlichen Musik keine Rolle. Inspiriert von dem Isenheimer Altar hat Paul Hindemith 1935 eine Symphonie geschrieben, die den Titel Mathis der Maler trägt und auf das Engelskonzert des Isenheimer Altars sich bezieht.

Ähnlich wie auf der Verkündigung im Maßwerk der Prophet Jesaja zu sehen ist, erscheinen auch hier auf den goldenen Säulen Personen der Bibel. Links am Bildrand ist Moses zu erkennen, der die Gesetzestafeln in den Händen hält. Am rechten Bildrand ist Johannes der Täufer zu sehen. Auf den zwei Säulen steht rechts Jeremia und links neben ihm der durch den spitzen Hut der Juden kenntlich gemachte Ezechiel. Ezechiel gehörte im Mittelalter aufgrund seiner Vision vom verschlossenen Tor zu den beliebtesten Mariensymbolen. So kann die Bewegung seiner Hände sowohl als Deutung auf das geschlossene Tor auf der rechten Bildseite, der „Menschwerdung Christi“, als auch auf die Darstellung der Madonna mit dem Kind gelesen werden.

Unterhalb von ihnen steht der Patriarch Jakob, dessen Gesicht der Madonna mit dem Kinde zugewandt ist.

Die Entstehung, Himmelfahrt oder Verklärung Christi?

Jesus ist verherrlich, glorreich dargestellt, als der Sieger mit einer heller leuchtenden Scheibe. Er symbolisiert das allgemeine und allmächtige Licht.

Die Predella der ersten und zweiten Schauseite

Sie wird in der Kunstgeschichte meist als „Beweinung Christi“ bezeichnet, weil hier eine Figur auftaucht, die keines der vier Evangelien bei der Grablegung des toten Christus erwähnt: Der Jünger Johannes beugt sich hier zu dem toten Christus und hebt den Oberkörper des Leichnams leicht an.

Mit ineinander verschlungenen Händen sieht Maria dem Geschehen zu. Hinter ihr ist Maria Magdalena zu sehen.

 

 

Die dritte Schauseite

Sie zeigt in vergoldeten Skulpturen die Heiligen Antonius, Augustinus und Hieronymus.

Hieronymus ist mit dem Löwen dargestellt, den er heilte, und wendet sich Antonius zu, der in der Mitte des Schreines thront.

Unten an den Seiten des Antonius erscheint ein barhäuptiger Bürger, der einen Hahn opfert, und ein Bauer, der ein Schwein darbringt (jedes Dorf hatte damals spezielle Schweine gemästet für die Antoniterkrankenhäuser)

Augustinus erscheint im linken Feld des Schreins, weil auf ihn die Kloster-Regeln der Antoniter zurückgehen.

In der Predella sind dann, ebenfalls als Schnitzplastiken, Christus und die Aposteln zu sehen.

 

Diese Schauseite zeigt Szenen aus dem Leben des Antonius. Links ist das Wunder, das sich bei der Begegnung des Heiligen Antonius mit Paulus Eremita ereignete, dargestellt.

Rechts ist die Versuchung des Antonius dargestellt.

 

Mit Paulus Eremita:

Paul ist von einem Raben ernährt, der zwei Brote in seinem Schnabel bringt.

Auf dem Boden sieht man Heilkräuter sorgfältig eingeordnet. Die stellen die von der Antonin angefertigte Creme (oder der Balsam) zusammen.

 

Der Heilige Antonius trägt einen Bart in doppelter Spitze.

 

Auf diese Darstellung spielte schon der Seitenflügel der ersten Schauseite an, auf der hinter Antonius ein kleiner weiblicher Teufel zu sehen ist. Eine links unten auf dieser Tafel dargestellte Figur weist auf die charakteristischen Symptome der Mutterkornvergiftung. Wir sehen eine Person mit einem großen Bauch, die viel zu leiden scheint: er hat einen Stummel und leidet am „Antoniusfeuer“.

 

 

 

Der Flügelaltar oder der Wandelaltar: le retable

Behauen: sculpter (la pierre)

Schnitzen: sculpter (sur bois)

Schwenkbar: orientable

Das Meisterwerk: le chef d’oeuvre (Hauptwerk)

 

 

 

 

 

Der Geselle (-n): le compagnon

Die Lehrzeit: l’apprentissage

Die Forbildung: le perfectionnement

Auf Wanderschaft gehen: faire son tour de compagnon

Vermutlich: probablement

Schaffen: créer

 

Von oder aus jemandem stammen: provenir de

 

Der Glaube (-n): la foi

9   Die Gläubigen: les fidèles

Die Ausdrucksweise: la façon de s’exprimer, le style

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

jemandem dienen : servir quelqu’un

zu jemandem dienen : servir à quelqu’un

Allmächtig: tout-puissant

Die geistliche Botschaft: le message spirituel

Das Tympanon: le tympan de l’église

Das Kapitell : le chapiteau d’une église

Der Auftrag (¨-e): la commande (die Bestellung)

Der Auftraggeber: le commanditaire

Der (die) Kunstmäzen(in): le (la) mécène (Der Mäzen schützt und ernährt den Künstler)

 

Der Bettelorden : l’ordre mendiant

Der Pilz: le champignon

Das Mutterkorn: l’ergot de seigle

Sich vergiften : s’empoisonner

9  die Vergiftung

Das (Blut)Gefäβ: le vaisseau sanguin

 

Der Pilger, die Pilgerin : le pèlerin

Die Pilgerfahrt oder Wallfahrt: le pélerinage

Das Wunder (-): le miracle

 

 

 

 

Der Schluβstein: la clé de voûte

Der Domherr  oder der Chorherr : le chanoine

 

Das Leichentuch: le suaire

 

 

Das bunte Kirchenfenster: le vitrail

 

 

Die Verehrung Gottes: le culte de Dieu

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beweinen: pleurer( un défunt)

9   die Beweinung = la pieta

 

Die Predella: la prédelle (der Unterbau eines Altars)

 

Der Schrein (-e): la chasse = ein verziertes Behältnis aus Holz, Glas  in dem religiöse Reliquien  aufbewahrt werden.

 

Das Gesprenge: la caisse ou la huche

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quer: en travers

Der Leichnam (-e): le cadavre

 

Sich vorsetzen in: continuer dans

Vorschlagen: proposer

 

Das Wiederaufleben: la renaissance ¹  Die Wiedergeburt: la réincarnation

Unterschwellig: subliminale

 

 

 

 

 

Der Nagel (¨-) le clou

Zerreiβen : déchirer

 

Der Spann : le coup de pied ?

Tropfen : tomber goutte à goutte

Der Stachel (-n) : l’épine

(9 der Stacheldraht : le barbelé)

 

 

 

 

 

 

Die Haube : le voile, la coiffe

 

 

 

 

 

 

 

Das Gefäβ (-e) : le vase

Die Salbe : la pommade,l’onguent

Gieβen :  arroser verser.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Sonnenwende : le solstice

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Leibwächter : le garde du corps

Bekehren zu : convertir à

 

 

 

Deutlich: évident

Nahe liegend: évident

Der Stab: le baton – la baguette

 

 

 

 

 

 

 

Der Pfeiler (-): le pilier ¹  der Pfeiler: la flèche

Sich wenden an: s’adresser à

 

 

Die Weisheit: la sagesse

(// Die Weisen)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Ziege: la chèvre

 

Der Stein (-e): la pierre

9       der Steinmetz: le tailleur de pierre

9       der Schluβstein : la clé de voûte

9       steinern : en pierre

 

Sich ranken: grimper sur une treille

 

 

 

 

Die Würzel (-n): la racine

Das Gewölbe: la voûte

 

Die Jungfräulichkeit: la virginité

 

 

Die Taube (-n): le pigeon, la colombe

 

Der Strahl (- en) : le rayon

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Oberkörper : le torse

Anlächeln: sourire à

Der Rosenkranz: le chapelet

Jdm etwas entgegenhalten : tendre quelque chose à quelqu’un

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Nachtgeschirr : le pot de chambre

Der Holzbottich : le baquet de bois

 

 

 

 

 

Der Feigenbaum: le figuier

Das Feigen blatt : la feuille  de figuier, (art.) la feuille de vigne

 

 

 

Der Hirte, die Hirtin : berger (bergère), pasteur

 

Abwesend: absent

 

 

 

Zu den Lebzeiten von : du vivant de...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Die Menschwerdung : l’incarnation

 

 

 

 

Verherrlich : glorieux =glorreich

 

Zu Ehre Gottes : à la gloire de Dieu

Ehre sei Gottes : gloire à Dieu

Der Sieger ; le triomphateur, le vainqueur

 

 

 

 

 

 

Der Hahn: le coq

 

Mästen: engraisser

9  die Mast: engraissement ¹ der Mast: le mât

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mästen : engraisser

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Rabe: le corbeau

 

Die Heilpflanzen oder Heilkräuter: les plantes médicinales

 

 

 

 

 

 

 

 

Leiden: souffrir

Der Stummel: le moignon

 

 

Finden Sie die Besonderheiten des Lebens im christlichen Europa des Mittelalters wieder. Helfen Sie sich mit dem, was gesagt wird.

 

Das tägliche Leben wird durch den Rhythmus der Feldarbeiten nach den Jahreszeiten und der Feste des christlichen Kalenders bestimmt.

Mittelalterliches Europa ist im wesentlichen ländlich. Man steht beim Sonnenaufgang auf und legt sich beim Sonnenuntergang schlafen (ou: nieder). Die Natur ernährt die Menschen. Pflanzen werden benutzt, um Krankheiten zu pflegen. Das Schwein ist sehr wichtig: es ist ein Reichtum.

 

Die Kirche ist allmächtig:

Sie beschäftigt sich mit der Erziehung der Reichen und der Armen.

Sie pflegt die Kranken körperlich und geistlich.

Sie beeinflusst den Gedanken und die Politik. Sie bestimmt das, was orthodox ist und was ketzerisch ist.

Sie beeinflusst die Kunst. Alle Themen sind religiös. Jesus, die Jungfrau Maria und die Heiligen werden durch besondere Symbole dargestellt, die an ihre Funktion erinnern.