Die Berliner Mauer (Mauerbau)
Problemfrage :
Ist die Berliner Mauer
eine Schandmauer oder ein antifaschistischer Schutzwall?
Der
Wall (¨-e) : le rempart, fig.
(Lärmschutz) le mur
Die Schande (sans pl): la honte
1961 15 Juni : ehemaliger
Staats- und Parteichef der DDR Ulbrichts Lüge erklärt vor der Presse in
Ost-Berlin:
„Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten."
1961, 13. August:
Beginn des Mauerbaus
Bewaffnete Verbände der DDR beginnen in den frühen Morgenstunden, den
Ost-Sektor von Berlin mit Stacheldraht und Straßensperren abzuriegeln.
Grundlage ist ein Beschluss des DDR-Ministerrates
vom Vortag, in dem es heißt, dass „zur Unterbindung der feindlichen Tätigkeit
der revanchistischen und militaristischen Kräfte Westdeutschlands und
West-Berlins" die Grenze zu den Westsektoren Berlins so zu kontrollieren
sei, wie es an den Grenzen jedes souveränen Staates üblich ist. Solange
West-Berlin nicht in eine neutrale, entmilitarisierte Freie Stadt verwandelt
wird, dürfen DDR-Bürger West-Berlin nur noch mit besonderer Genehmigung
betreten.
Der Vortag:
la veille (¹ der folgende Tag, am Tag danach)
Unterbinden:
mettre un terme à, faire cesser
9 Die Unterbindung: la cessation
Der
Feind, die Feindin: l’ennemi (e)
9 jdn zum Feind machen: se faire un ennemi de
quelqu’un
9 Feindlich: ennemi
9 Das Feinbild: le spectre, la tête de turc
On appelle die Feinbildkultur la campagne
de diabolisation du camp opposé par la caricature et les affiches idéologiques
pendant toute la période de la guerre froide (die Feindpropaganda).
9 Die Feindlichkeit : l’hostilité ¹ die Feindschaft : la haine
Die
Genehmigung: l’autorisation
Das Leben mit der
Mauer
Das DDR-Innenministerium verfügt, dass zwischen Ost- und West-Berlin nur
noch 13 Übergänge geöffnet bleiben
(Siehe die Karte ).
DDR-Bürgern wird es verboten, in West-Berlin zu arbeiten.
Der S- und U-Bahn-Verkehr zwischen beiden Teilen der Stadt wird
unterbrochen. Nur der Bahnhof
Friedrichstraße bleibt geöffnet und gewinnt mit dem „Tränenpalast",
dem Ort an dem sich die in den Westen zurückreisenden Besucher von ihren
Verwandten verabschieden.
Die Träne (n): la larme (le palais des
larmes est le nom donné à la gare de Friedrichstraβe où les gens qui retournaient à l’ouest disaient au revoir
à leurs parents)
1961 15 August: letzer
Sprung in die Freiheit
Aber bereits am ersten Tag nutzt ein junger ostdeutsche Soldat die
Möglichkeit in den französischen Sektor zur Flucht . Ein Foto geht um die Welt
(Manuel franco-allemand page 105).
1961, 14/15. August :
Mauerstücken
Am 14. August schließen DDR-Grenzpolizisten in einem symbolischen Akt das Brandenburger Tor (Voir fiche spéciale sur la porte de
Brandebourg).
Bereits einen Tag später werden von ostdeutschen Bauarbeitern und
kontrolliert von bewaffneten Grenzposten die ersten Mauerstücke errichtet.
1961, 23. August :
Verschärfte Sperren
West-Berlinern wird das Betreten von Ost-Berlin untersagt.
Untersagen:
interdire (jdm etwas untersagen)
1961, 24. August :
Erste Todesschüsse
Der erste Mauerflüchtling wird von einem Grenzposten am Humboldt-Hafen
getötet – ein 24jähriger Mann. Bis zum 5.
Februar 1989 verlieren Jahr für Jahr viele DDR-Bürger ihr Leben an der
Berliner Mauer.
1961, 27. Oktober : Konfrontation
Checkpoint Charlie – Konfrontation zwischen US-amerikanischen und
sowjetischen Panzern. Aber ernsthafte Zwischenfälle bleiben aus.
Der Ernst: la gravité
9 Ernsthaft: sérieux, grave
Der Zwischenfall (-fälle) : l’incident
1962, 18. Juni : Reinhold Huhn
Der DDR-Grenzsoldat Reinhold Huhn wird von einem westdeutschen Fluchthelfer
erschossen. Er wird vom SED-Regime als Held des „Kampfes gegen den Westen"
inszeniert und dient als Vorwand für den weiteren Ausbau der Mauer.
(Todesstreifen)
Erschieβen: tuer d’un coup de feu
Dienen : servir (jdn - :
servir quelqu’un / jdm – dienen :
zu : serivr à quelqu’un pour (inf)…/ dienen als : servir de)
Der Vorwand (¨-e) : le prétexte
Der Held, die Heldin : le héros,
l’héroïne
1962, 19 Juni : Todesstreifen
Grenztruppen und Bauarbeiter der DDR beginnen mit der Errichtung einer
zweiten Sperrmauer hinter der bisherigen Mauer. Der „Todesstreifen" – ein
braches, bis zu
Streifen : frôler, erafler,
passer ou enlever (un anneau…)
Der Todestreifen : mot bien
particulier qui désigne la zone de no man’s land à la frontière entre la RDA et
la RFA, comme entre les deux Berlin pendant la guerre froide
1962, 17. August: Peter Fechter
Der Ost-Berliner Bauarbeiter Peter Fechter wird bei einem Fluchtversuch
über die Berliner Mauer von Grenzposten der DDR angeschossen und verblutet im
Grenzstreifen, ohne daß ihm Hilfe geleistet wird. Wieder geht ein Foto um die
Welt.

Peter Fechner verblutet im Grenzstreifen. (Aus www.die-berliner-mauer.de/ )
Die Mauer steht und
bleibt
Während die DDR den Ausbau der Mauer systematisch vorantreibt und
perfektioniert, zeigt sich der Westen wenig handlungsfähig und läßt die DDR
gewähren. Bis 1989 werden 5.000 Fluchtversuche unternommen, von denen über
3.000 scheitern, zu Verhaftungen und Verletzungen führen. Insgesamt verlieren
239 Menschen allein an der Berliner Mauer ihr Leben.
antreiben: faire avancer, pousser, inciter
(zu: à)
jemanden
gewähren lassen (expression) : laisser qqn faire qch
Die
Handlung: l’acte
Unbedachte/symbolische
handlung: l’acte irréfléchi/symbolique
Der Handlungsablauf : le déroulement de
l’action
Der
Handlungbedarf : l’urgence (es besteht (kein) - : il y a (n’y a pas)
d’ urgence)
Die Handlungsfähigkeit: la capacité légale
(9 handlungsfâhig: ayant capacité à)
Scheitern :
échouer, rater (mais on dit die Prüfung nicht bestehen)
¹ auf Grund laufen od. im etw stecken bleible: s’échouer
1963, 21. Juni J.F.K
US-Präsident Kennedy wird von den Bürgern West-Berlins triumphal empfangen.
Die mit seinem Besuch verbundenen Hoffnungen zu einem Abbau der Mauer werden
jedoch nicht eingelöst.
1963, 17. Dezember: Passierscheinregelungen
Eine Verwaltungsvereinbarung wird zwischen dem Senat von Berlin und der
Regierung der DDR unterzeichnet. West-Berlinern wird es nun in beschränkten
Maße wieder möglich, ihre nächsten Angehörigen im Ostteil der Stadt zu
besuchen.
Der Passierschein: le laisser-passer
Die Regelung: la convention, la disposition
reglémentaire
Die
Verwaltung : l’administration
Die
Vereinbarung :l’accord (eine – treffen: passer un accord)
1972, 3. Juni: Viermächte-Abkommen
Das Viermächte-Abkommen tritt in
Kraft. Der Status Berlins bleibt erhalten.
1972, 21. Dezember: Grundlagenvertrag
Der Grundlagenvertrag zwischen der Bundesrepublik und der DDR wird
unterzeichnet. Damit wird die DDR faktisch von der Bundesrepublik als
souveräner deutscher Staat anerkannt.
1974 – 1976: Verschärfter
Mauerausbau
1974 wird die sogenannte Hinterlandmauer, einschließlich Grenzsignalzäunen,
errichtet.
Bereits im nächsten Jahr werden die ersten eckigen Beobachtungstürme in
Betrieb genommen. 1976 werden schließlich die ersten Teile der Mauer der 4.
Generation (Grenzmauer 75) gebaut.
1977, 7. Oktober: Zusammenstöße
Die DDR-Bevölkerung steht keinesfalls geschlossen hinter der Politik und
den Maßnahmen des SED-Regimes. Vor allem unter den Jugendlichen regt sich der
Widerstand. Auf dem Alexanderplatz kommt es am „Tag der Republik"
zu schweren Zusammenstößen zwischen jungen Menschen und der Volkspolizei. Die
Menge fordert „ die Mauer muss weg." Aber die Hoffnungen werden schnell in
Blut ertränkt. Drei Jugendliche kommen ums Leben.
Les mots du
soulèvement:
Der Widerstand: la résistance
Der
Zusammenstoβ: la collusion, l’échauffourée, l’affrontement = die
Auseinandersetzung
Der Aufstand: le soulèvement,
l’insurrection
Die Revolution : la révolution
Die Demonstration : la manifestation
Der
(Um)zug : le défilé = der Aufmarsch
[ aufmarschieren : défiler
Der Streik: la grève
Die
Inbesitznahme : l’occupation (d’usine) ¹ die Besatzung
1980, 13. Oktober: Mindestumtausch
Die wirtschaftliche Situation der DDR ist bedenklicher denn je. Vor allem,
Devisen für der Einkauf wichtiger Rohstoffe und Konsumgüter aus dem westlichen
Ausland werden immer knapper. Die SED probieren, durch die Erhöhung des
Mindestumtauschs bei Besuchen im Osten auf 25 DM, sei Einkommen zu verbessern.
Das Resultat ist allerdings niederschmetternd – die Besucher bleiben aus.
Ein
bedenklich Situation; une situation critique
Knapp:
maigre, juste, serré
Das
Mindeseinkommen: le revenu minimum
Der
Umtausch: l’échange et le change d’une monnaie (von Dollar in Euro zB.)
niederschmetternd:
terrassant!
Les mots
avec nieder (bas) qui peuvent servir pour les sujets de terminale)
Die
Niederlage : la défaite
Der Niederschlag: la précipitation, la
retombée/ la résurgence, la mémoire
9 niederschlagen : réprpimer
9 Die
Niederschlagung : la répression / la suspension (d’une mesure)
Niederkampfen :
anéantir, maîtriser
Niederreiβen : démolir (vor Wiederaufbau)
Niederhalten: contenir (Gewalt -: contenir
par la force)
Die
Niederlassung : la succursale
Les mots
avec Gewähr qui peuvent servir
Die Gewähr (sans pl): la garantie
für etwas keine – übernhemen: ne pas
garantir quelque chose.
Ein gewährbarer Antrag : une demande à
laquelle on peut accorder suite
Jemandem Asyl gewähren : donner le
droit d’asile à quelqu’un
Der
Gewahrsam : la garde
Sich
in poliszeitlichem – befinden : être détenu
Les mots
avec Tod qui peuvent servir pour les sujets de terminale
Der
Tod (-e): la mort
9 Tödlich:
mortel, (fam) à mort!
Der
schwarze Tode: la peste
Todernst: sérieux „ à la tête d’enterrement“
Mit Todesfolge: qui a entraîné la mort
Der
Todeskampf : l’agonie
Der Todenschoβ : le coup de grâce
Der Todesschuss : le coup de feu
mortel
Der Todesschützer (-schützin) :
l’auteur du coup de feu mortel
Das Todesurteil : la condamnation à
mort
Der Todeskandidat : le condamné à mort
(faux ami !)
Die
Todesstrafe : la peine de mort (durch Erhängen/die Guillotine)
Todeswürdig : qui mérite la peine de
mort
Die Todesschwadron : l’escadron de la
mort
Der
(die) Todfeind (in) l’ennemi(e) mortel(le)
Die
(der) Todkranke(r) : malade incurable

Aus Wikipedia.de: die Berliner Mauer
kreist West-Berlin ein
Ci-dessous vous trouverez quelques
documents pour vous entrainer à décrire et à commenter le mur de Berlin
N’oubliez pas d’utiliser tout le
vocabulaire de la guerre froide.

Aus www.dieberlinermauer.de




Die Mauer als Stabilitätsgarant
Veröffentlichung des „Neuen Deutschland“ vom 13. August 1989 anläβlich
des 28. Jahrestages des Baus der Berliner Mauer
„...Aus heutiger Sicht lässt sich mit Fug und Recht sagen: fûr die DDR und
ihre Bürger wirkten sich die Maβnahmen am 13. August 1961 positiv aus. Vor
allem brachten sie Ruhe, Stabilität und Sicherheit beim Fortgang des
sozialistischen Aufbaus.“
Mit Fug und Rechte = à juste titre
