Ostpolitik

 

Willy Brandt (1913-1992)

Willy Brandt wurde am 18.Dezember 1913 als Karl Herbert Frahm in Lübeck geboren. 1933 emigrierte er nach Norwegen und wurde norwegischer Staatsbürger : nach Ende des Krieges kehrt er nach Deutschland zurück. 1947 nimmt er wieder die deutsche Staasbürgerschaft an.

Er lebt in Berlin, ist Mitgleid der SPD und Abgeordneter im Bundestag

[ Achtung ! Berlin entsendete bis zur Wiedervereiningung 22 Abgeordnete nach Bonn in den Bundestag die JEDOCH bei Gesetzgebung und Kanzlerwahl kein Stimmrecht hatten]

1964 Vortsitzender der SPD Partei

1966 Auβenminister der Regierung Kiesinger

1969 Kanzler der sozialliberalen Koalition

 

Brandts Lebenswerk ist die Ostpolitik:

1970  traf er den DDR-Minister-präsidenten Willi Stoph in Erfurt (DDR) und in Kassel (BRD).

1970 unterzeichnete er die Ost-Verträge ( Moskau Vertrag August 1970 und Warschau Vertrag Dezember 1970 ) womit die Bundesrepublik die neuen Grenzen von 1945 (Oder-Neisse Linie als Westgrenze Polens)  und die Demarkationslinie zur DDR als Staatsgrenze anerkannte. Die erleichtern auch die Familienzusammenführung, das Reiseverkehr und erweitern der Handel um die internationale Friede durch Normalisierung der Beziehungen zu sichern.

1970Das Bild seinem Kniefall vor dem Denkmal im Warschauer Ghetto während seines Staastbesuchs in Polen ging um die Welt.

1971 erhielt er den Freidennobelspreis.

1972 wurde er wiedergewählt und unterzeichnete er den « Grundlagenvertrag » (le traité fondamental à ne pas confondre avec la loi fondamentale de la RFA puis de l’Allemagne réunifiée) der eine bessere Zusammenarbeit der beiden deutschen Staaten ermöglichte.

 

1974 gab es ein Spion Günter Guillaume) in dem Kanzleramt der enttarnt wurde. W Brandt muβte zurücktreten.

 

 

Texte de la vidéo visionnée en classe

Willy Brandt

Willy Brandt wird zum Hoffnungsträger der Sozialdemokraten. Sein Engagement für Berlin hat ihm im Ausland hohes Ansehen eingebracht. 1961 stellt sich Brandt als Kanzlerkandidat im Wahlkampf gegen Konrad Adenauer- zunächst vergeblich.

„Heute stehen wir vor der ernstesten Krise unserer Nachkriegsgeschichte und der Bundeskanzler verniedlicht die Dinge“.

Im Juni 1963 besucht der US Präsident JF Kennedy Berlin. Er will Solidarität mit der geteilten Stadt demonstrieren. Die Berliner liegen ihm zu Füßen. Der Weg durch die Stadt wird zu einem Triumphzug. Kennedy sagt der Bundesrepublik seine Unterstützung zu. Fünf Monate vor dem tödlichen Attentat auf ihn spricht er vor dem Schöneberger Rathaus an der Seite vor Willy Brandt.

Seine Wörter schreiben Geschichte: „And therefore, as a free man, I take pride in the words  „Ich bin ein Berliner““.

1969 hat Brandt es geschafft: unter der großen Koalition mit Kurt Kissinger wird er Außenminister und Vizekanzler. Aber später schafft er mit dem Slogan „Willy wählen“ den Sprung ins Kanzleramt. Der Mann, der vor den Nationalsozilisten geflüchtet war, verkörpert einen neuen Typus- Politiker: sozial, visionär, und volksnah.

Giovanni Di Lorenzo (Die Zeit)

Das war der Sieg des anderen Deutschlands über das Deutschland, was kompromittiert war. Ich erinnere mich an die Freude meiner Großmutter, die zum ersten Mal das Gefühl hatte jetzt sind die am Ruder, die damals gelitten haben und nicht mitgemacht haben.*

Ostpolitik

Als Kanzler einer sozialliberalen Koalition ergreift Brandt außenpolitisch die Initiative. Erstmals sucht ein deutscher Kanzler das Gespräch mit dem Osten. Seine Strategie heißt „Wandel durch Annäherung“. Er will den Eisernen Vorhang durchlässiger  machen ohne sich anzuwidern. Publizistisch entschieden von der Zeit unterstützt- allen voran Marion  Gräfin Dunnhof. Auch sie spricht von „Wandlung durch Annäherung“ als Schlüssel einer neuen Ostpolitik.