Die Stadt
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Eine Stadt wird gegründet Am Anfang stand ein Dorf. Die Landwirtschaft entwickelte sich. Bauern holzten die Wälder ab, um neue Ackerländer zu gewinnen. Mit dem Anstieg der Ernteerträge erzeugten die Bauern mehr als sie selbst brauchten : sie konnten den Überschuss an die Stadtbewohner verkaufen. Städte konnten sich entwickeln.
Die Städte wuchsen. Warum? 1 - Mit der Ausbreitung des Christentums waren die neuen Bischöfe verpflichtet, ihr Amt in einer Stadt auszuüben. Im Norden Deutschlands gab es keine Römerstädte. Dort wählten die Bischöfe dann gern Klosteranlagen aus. Sie selbst und ihr Gefolge mussten versorgt werden. Das zog auch Kaufleute, Handwerker und Wirte an. Die Städte wuchsen um die Bischofssitze immer mehr. 2 - Die Fernhändler tauschten und verkauften ihre Waren gern im Schutz einer Burg. Nach den Händlern kamen Handwerker, die sich bei der Burg niederlieβen, Siedlungen entstanden, die bald zu Städten heranwuchsen. 3 - Im 12. Jahrhundert begannen viele Fürsten, planmäßig Städte zu gründen. Sie wählten verkehrstechnisch günstig gelegene Orte: Furten oder Brücken, bei einem Hafen oder an Kreuzungen wichtiger Fernstraβen. Auch die geschützte Lage an einer Flussbiegung oder auf einer Anhöhe wurde gern für eine Stadtgründung ausgewählt.
Stadtluft macht freiLeibeigene mussten nicht nur - wie Hörige - Abgaben leisten, sondern sie waren auch persönlich von ihrem Herrn abhängig. Manche Leibeigene lebten auch als Gesinde am Hof oder auf der Burg des Herrn und mussten ihm und seiner Familie ständig zu Diensten sein. Wer sich aber „über Jahr und Tag“ in einer Stadt aufgehalten hatte, über den hatte der Grundherr sein Recht verloren. Er gehörte nun zu den „Freien“, konnte sich in der Stadt niederlassen und Eigentum erwerben.
Zünfte und Gilde Ein Handwerk durfte er allerdings erst dann ausüben, wenn eine Zunft ihn aufnahm. Noch schwieriger war es Kaufmann zu werden. Zünfte wie Gilden verlangten überdies hohe Summen an „Beitrittsgeld“. Die Frauen standen unter der Vormundschaft ihres Vaters, nach ihrer Heirat unter der ihres Ehemannes. Die Familie wählte meist einen Partner aus der gleichen Zunft oder Gilde aus. Der Rat der Stadt bestand nur aus Männern. Öffentliche Ämter blieben Frauen verschlossen.
Stadtleben heute Die meisten Städte des Mittelalters konnte man in wenigen Minuten zu Fuβ durchqueren. Doch seit mehr als 100 Jahren haben sich die Städte erheblich ausgedehnt. Um die Innenstadt herum wurden neue Stadtviertel angelegt. Hinzu kamen Randgebiete, die zum Teil aus „eingemeindeten“ Dörfern bestehen. Nur einer von zehn Menschen lebt heute noch auf dem Land. Von denen, die in Dörfern wohnen, fahren viele täglich in eine Stadt, um dort zu arbeiten, einzukaufen oder sich zu vergnügen. In der Stadt und auf dem Land gilt gleiches Recht für alle Menschen.
Die mittelalterlichen Städte waren demnach die Kerne und Vorformen einer ökonomischen und politischen Entwicklung, die im weltweiten Siegeszug von Kapitalismus und Demokratie vollendet wurde (Max Weber). Die Stadt hat verschiedene Ansichten als dynamisches Element, aber auch als Krisengebiet (Einsamkeit und Anonymität können in der Stadt erlebt werden). Die multikulturelle Stadt ist auch segregationistisch.
Hauptstädte eines Landes mit herausragenden politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Funktionen heiβen Metropolen. Metropolisierung ist der Verstädterungsprozess, durch den eine einzige Stadt allmählich alles zentralisiert und das ganze Land beherrscht.
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Die Gründung: la fondation Eine Siedlung an einer Stelle gründen Der Acker: le champ das Ackerland: la terre cultivée. Der Wald (¨-er) : la forêt ab/holzen : défricher Der Anstieg (e) la montée die Ernte: la récolte, la moisson der Ernteertrag (ë) : le produit de la récolte der Ertrag : le rendement erzeugen : produire der Überschuss : le surplus , l’excès wachsen (wusch, gewachsen): pousser, croître
das Kloster (¨ ): le couvent (der Kreuzgang : le cloître) verpflichten (pas de ge): obliger (j-n zu: quelqu’un à) das Amt ( ¨er ); la fonction, l’office der Wirt (– e): l’aubergiste
tauschen: échanger sich niederlassen : s’installer die Siedlung : la colonie l’établissement
der Fürst (en) : le prince ≠ die Furt (en) : le gué Die Anhöhe : la colline Gelegen : situé
J-m hörig sein : être esclave de qqn Abhängen von : dépendre de Der Grundherr : le seigneur Das Eigentum (s pl): la propriété Erwerben (erwarb, erworben) : acquérir
Die Zunft (¨e) corporation Der Geselle (n) die Gesellin (innen): compagnon (Handwerkgeselle) Geselle auf der Walze: compagnon sur le tour (litt le pavé) Die Gilde : la guilde Die Vormundschaft (en) : la tutelle Der Rat (s pl) : le conseil (que l’on demande) pl : Ratschläge Der Rat (¨e) : le conseiller, le conseil (municipal) Öffentlich : public, de l’Etat
Der Rand (¨er) : le bord, la périphérie (Begrenzung) Das Randgebiet : la zone, la région excentrée Erheblich : considérablement Aufdehnen : se dilater, s’étendre (sich auf ein Land) Eingemeinden : rattacher administrativement (einen Ort in die Stadt Koln ; un village à la ville de Cologne) Sich vergnügen : s’amuser
Der Siegeszug : la marche victorieuse Die Einsamkeit : la solitude Herausragen = hervorragen : dépasser, surplomber Die Verstädterung: l’urbanisation |
Begriffe
Verstädterung/Urbanisierung ist ein weltweite Prozess.
Das Wachstum der Städte, die Landflucht, die Ankunft von Immigranten unterstützt sozialräumliche Disparitäten in den Weltstädten ( in den entwickelten Ländern oder in den Entwicklungsländern ).
Stadterweiterung: expansion urbaine
Die Stadt wächst ab dem historischen Zentrum und erstreckt sich ostwärts bis zum Berg.
Die Stadt wächst ab dem Seehafen (port maritime) längs Küstengebietes (littoral).
Die Stadt ist in der Krümmung (courbe) eines Flusses gegründet gewesen und erstreckt sich im Tal.
Norden und Süden
Auf weltlicher Ebene, gibt es reiche, hoch entwickelte Länder – die „die Norden“ heiβen – und arme Länder – die Suden. Die „Süden“ sind die Entwicklungsländer.
Aber muss man nuancieren. Indien und China sind zwei Schwellenländer die der Norden nahe kommen weil sie einen bedeutenden Aufschwung erleben. In den Süden, darstellen die Erdölländer wie Saudi-Arabien und Nigeria eine Ausnahme von der Regel.
Vokabular
Auf kommunaler/nationaler Ebene: à l’échelle communale, nationale (die Ebene)
Se rapprocher de: etwas au datif nahe kommen (einer S. nahe kommen)
Sich jemandem nähern
die Entwicklungsländer : les pays en voie de développement ¹ die hoch (oder swchach) entwickelte Länder (les pays hautement ou faiblement développés)
die Schwellenländer : les pays du seuil
die Erdöllander : les pays pétroliers
eine Ausnahme von der Regel darstellen : faire exception à la règle
Die Verstädterung (urbanisation)
1. das Wachstum der Städte eines Landes.
2. die Vermehrung der städtischen Siedlungen eines Landes.
3. Wachsen des Anteils der Menschen, die in Städten leben, an der Gesamtbevölkerung eines Landes.
Die Metropolisierung (métropolisation)
Konzentration in derselben Stadt der Befehlsmächte auf allen Gebieten: finanzielle, wirtschaftliche, administrative Institutionen - sportliche, kulturelle und Freizeittätigkeiten.
Die Globalisierung (mondialisation)
Prozess, in dem Produktion, Handel mit Gütern und Dienstleistungen, Kapital, Kommunikation und Technologie über nationale Grenzen hinweg in einem „Weltbinnenmarkt“ zusammenwachsen.
Die Raumordnung (organisation du territoire)
Räumliche Ordnung von Siedlungen, Wirtschafts- und Infrastruktureinrichtungen usw. in einer Stadt oder in einem Staat (auf verschiedener Ebene)
Die Tertiärisierung (tertiarisation)
Veränderung von Arbeitsplätzen des Sekundären Sektors durch wachsende Dienstleistungsaufgaben.
Die Dienstleistung: la prestation de service (der Dienst)
Die nachhaltige Stadtentwicklung: (développement durable en matière d’urbanisme)
Das Ziel einer nachhaltigen Stadtentwicklung ist es, die städtischen Lebensverhältnisse zu verbessern ohne die Chancen künftiger Generationen einzuschränken.
(Das Kyoto-Protokoll 1997 hat Grundprinzipien eingerichtet, um „das Recht des zukünftigen Generationen“ zu achten)
Die Bevölkerungsdichte: la densité de population
Die Verdichtungsraum: la concentration spatiale
Bevölkert, besiedelt: peuplé
Der Supermarktskomplex: la zone commerciale
Die Wirtschaftsstandort: le lieu d’implantation économique.
Der Ballungsraum (das Ballungsgebiet): l’espace à forte concentration démographique (industrielle)
Das Gewerbgebiet, Industriegebiet: la zone industrielle
Das Wohnviertel: le quartier résidentiel
Wohnbaufläche: espaces d’habitation
Gemischte Baufläche: espaces mixtes
Das Zollfreies Gebiet: la zone franche
Das Schutzgebiet: la zone protégée
Die Verwaltung: administration
Die Fussgängerzone: la zone piétonne
Der Radweg: la piste cyclable
Die Grünfläche: l’espace vert
Die (öffentlichen) Verkehrmittel: les moyens de transport (en commun)
Der Verkehrsstau: les embouteillages
Der Pendler: le banlieusard Der Pendelverkehr: les migrations pendulaires
Der Standort (¨-e) : lieu d’implantation, position, site de production…
Der Supermarktkomplex: la zone commerciale
Das Industriegebiet, das Industrieviertel: la zone industrielle
Das Zollfreies Gebiet : la zone franche
Das Schutzgebiet: la zone protégée
Das Gebiet, die Zone : la zone
rechtsfreier Raum: une zone de non-droit
Der Parkplatz: parking
Der Sportplatz: stade
Der Friedhof: cimetière
Das Krankenhaus; hôpital
Die Kirche: église
Die Schule: école
Das Gymnasium: le lycée
Die Botschaft (en) l’ambassade
Die Vertretung eines Landes:
la représentation d’un pays